Extreme und Rekorde im Reich der Technik

 | Die größte Reißlänge unter den metallischen Werkstoffen besitzen Titanlegierungen mit über 25 km. Unter Reißlänge versteht man jene Länge eines beliebigen Querschnittes, der freihängend unter der Belastung seines Eigengewichtes an der Aufhängung reißen würde. Diese Kenngröße spielt beim Leichtmetallbau eine wichtige Rolle, sowie überall dort, wo große Trägheits- und Fliehkräfte angreifen, wie etwa in der Luftschrauben, Verdichterschaufeln oder Pleuelstangen.
Titan ist aufgrund seiner ausgezeichneten Festigkeit und Korossionsbeständigkeit - auch bei extremen Temperaturen - in der Hochleistungstechnik begehrt. Der in den späten sechziger Jahren von den USA eingesetzte strategische Aufklärer SR-71, Blackbird, besteht in zentralen Elementen aus hochwertigen Titanlegierungen. Insbesondere die Aussenhaut des Flugkörpers wurde aus diesem Werkstoff gefertigt, da kein anderes Leichtmetall Temperaturen von über 800°C bei Fluggeschwindigkeiten jenseits Mach 3,2 (über 4000 km/h) standhalten könnte.
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 | Die geringste Viskosität besitzt Helium II bei einer Temperatur nahe am absoluten Nullpunkt von -273°C und zwar aufgrund seines Überganges in die Suprafluidität.
Die Suprafluidität ist ein makroskopisches Quantenphänomen bei der die Viskosität gegen null und die Wärmeleitfähigkeit gegen unendlich geht. Das Suprafluid fließt spontan über Gefäßwände und durchdringt auch allerdünnste Kapillaren, durch die selbst ein Gas nicht mehr zu dringen vermag.
Helium II kann damit als ultimatives Kühlmittel in der Hochtechnologie eingesetzt werden.
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 | Den geringsten Reibungskoeffizienten aller Festkörper besitzt Polyfluortetraethylen PTFE [C2F4]n mit 0,02. Es besitzt damit ebensowenig Reibung wie nasses Eis auf nassem Eis. Darüber hinaus zeichnet sich das unter dem Handelsnamen Teflon bekannte Polymer durch extreme chemische und thermische Stabilität aus, wodurch es u.a. für besonders hochwertige Dichtungen und Schläuche verwendet werden kann.
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