Wenn eine Schimpansengruppe Nüsse mit großen Steinen knackt, die Nachbarhorde dafür aber Holzstücke verwendet, stecken ihre Gene dahinter, behaupten ForscherInnen. Sie untersuchten mittels DNA-Analyse, wie nahe verwandt neun Gruppen wild lebender Schimpansen sind und beobachteten, ob sich die Verwandtschaftsverhältnisse im Verhalten niederschlagen. Je ähnlicher die DNA zweier Gruppen war, umso ähnlicher waren auch ihre Methoden, mit denen sie Termiten aus den Stöcken kratzten oder Wunden mit vorgekauten Blättern versorgten. Andererseits fanden die WissenschaftlerInnen auch Verhaltensweisen, bei denen sie eine genetische Veranlagung eindeutig ausschließen konnten. Man könne demnach nicht ausschließen, dass die Gene eine wesentliche Rolle beim Entstehen gruppentypischer Verhaltensweisen spielen, so die ForscherInnen.
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