ForscherInnen der University of Arkansas wollten wissen, ob gentechnisch veränderter (gv) Raps auch außerhalb der Felder Wurzeln schlagen kann, und untersuchten Rapspflanzen, die entlang von 5400 km Autobahn, Bundes- und Landstraße North Dakotas sprossen. Von den 406 gesammelten Pflanzen waren 347 gentechnisch verändert. Etwa die Hälfte der gv-Planzen war unempfindlich gegen Monsantos Unkrautvertilgungsmittel Roundup, die andere gegen ein ähnliches Mittel der Firma Bayer Crop Liberty. Bei zwei Pflanzen fanden sie die Resistenzgene der beiden Konkurrenzfirmen vereinigt, für die ForscherInnen ein Zeichen, dass sich der gv-Raps in der Natur etabliert und vermehrt hat, denn solchen Raps gibt es nicht zu kaufen. Ein Sprecher der Firma Monsanto meint, dass die Samen, die am Straßenrand keimten, wohl von Lastwägen gefallen wären, was Cynthia Sagers, Leiterin des Forschungsteams aus Arkansas, durchaus für möglich hält. Wenn die gv-Pflanzen entkommen und sich mit verwandten Arten kreuzen, so Alison Snow, Ökologin der Universität Ohio, würden ihre Vorteile schwinden und neue Unkrautvertilgungsmittel notwendig.
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