Unfälle, Abnützungen und Knochenkrankheiten wie Arthose setzen unseren Gelenken zu, im schlimmsten Fall müssen uns die ChirurgInnen Ersatzteile aus Titan, Stahl oder Kunststoff einbauen. Oft halten wir dann länger durch, als das künstliche Gelenk, und in bereits sehr fortgeschrittenem Alter muss es ein weiteres Mal ausgetauscht werden. ForscherInnen haben nun bei Kaninchen erreicht, dass das Schultergelenk von selbst nachwächst, lediglich eines Grundgerüsts und Lockstoffe für die körpereigenen Stammzellen bedurfte es. Die MedizinerInnen der Columbia Universität in New York entfernten den Kaninchen Teile der Schultergelenke und setzten stattdessen ein anatomisch korrektes Gerüst aus Kollagen ein, einem Eiweiß, das Knochen, Zähne, Knorpel, Sehnen, Bänder und die Haut zusammenhält. Das Kollagengerüst hatten sie zuvor mit einem Wachstumsfaktor präpariert, der die körpereigenen Stammzellen anlockt. Innerhalb von einigen Wochen bildeten sie ein neues Gelenk aus Knorpeln, Knochen und Blutgefäßen. Vier Monate später hoppelten die Tiere im Käfig herum, als wäre nichts gewesen. Die ForscherInnen haben damit gezeigt, dass körpereigene Zellen Gewebe wiederherstellen und uns so vielleicht die eine oder andere Transplantation ersparen können. Allerdings werden gerade ältere PatientInnen ihre Knochen nicht so flink regenerieren wie die Kaninchen.
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