26 Tonnen gv-Leinsamen kamen als Bioprodukt nach Österreich Ob gesundheitsgefährdend oder nicht, gentechnisch veränderter (gv) Leinsamen ist in Österreich wie in der ganzen EU nicht zugelassen. Dennoch konnte sich als Bioprodukt getarnter Leinsamen kiloweise auf Oberösterreichs Frühstücksgebäck schummeln. Eine steirische Firma hatte 26 Tonnen Bioleinsamen in gutem Glauben aus Italien importiert und weiterverkauft, an eine oberösterreichische Backfirma und die Salzburger Bio-Nahrungsmittel GesmbH. Die Bio-Firma zog eine routinemäßige Probe, ließ sie untersuchen und nahm die Charge vom Markt, als gv-Leinsamen darin nachgewiesen wurde. Mittlerweile bestreute die oberösterreichische Firma Backaldrin ihre Brötchen mit dem vermeintlichen Bioprodukt. Als sie erfuhr, dass der Leinsamen nicht das sein könnte, als das sie ihn kauften, startete sie eine Rückrufaktion und konnten den Großteil der zwei Tonnen zurückholen. Doch etwa vier Kilogramm gv-Leinsamen dürften bereits verwendet, verkauft und verzehrt worden sein. Auch wenn es wohl nicht gesundheitsgefährdend ist, den in Kanada entwickelten gv-Leinsamen zu verzehren, er ist in der EU nicht zugelassen und darf weder in herkömmlicher noch als Bio deklarierter Backware verarbeitet werden. Also wurden die Lebensmittelbehörden aktiv, sie sperrten die Ware und veranlassten, dass der unerwünschte Leinsamen wieder nach Italien abgeschoben wird.
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