Der Chemiekonzern Monsanto produziert das Unkrautvernichtungsmittel Roundup und gentechnisch veränderte Nutzpflanzen, denen der Giftstoff nichts ausmacht. Doch auch ungeliebte Kräuter, wie das Fuchsschwanzge-wächs Amaranthus palmeri, haben gelernt mit Roundup zurechtzukommen. Wie das funktioniert, haben nun ForscherInnen aus den USA und Australien herausgefunden. Glyphosat, der Roundup-Wirkstoff, blockiert ein Enzym namens EPSPS, das die Pflanzen benötigen, um bestimmte Aminosäuren herzustellen. Gentechnisch resistent gemachte Soja- oder Baumwollepflanzen besitzen eine abgewandelte Form von EPSPS, die von Glyphosat unbehelligt bleibt. Roundup wird mittlerweile viele Jahre lang und immer häufiger verwendet, für wildlebende Pflanzen ist es also eine Frage von Leben und Tod, damit umgehen zu können. Amaranthus palmeri hat offensichtlich ein Mittel gefunden, Glyphosat zu überstehen, und wächst immer mehr auf Roundup-behandelten Feldern. Die ForscherInnen fanden heraus, dass Glyphosat-resistenter Amaranth bis zu 160-mal mehr Kopien des EPSPS-Gens besitzt als Pflanzen, die vor Glyphosat in die Knie gehen. Die zusätzlichen Kopien sind dabei munter auf alle Chromosomen der Pflanze verteilt und bewirken, dass die Pflanzen mit mehr EPSPS-Enzym ausgestattet sind, und nicht alles EPSPS-Enzym von Glyphosat gestört werden kann. Verbreitet sich die Resistenz weiter, wird Roundup wirkungslos und sein Einsatz nutzlos, erläutern die ForscherInnen.
|