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Die kleinsten Blutzellen leisten Großes, sie verschließen unsere Wunden. Sind sie zu wenige oder gestört, hören wir kaum auf zu bluten, sind sie übereifrig oder zu viele, können sie in unseren Blutgefäßen klumpen und sie verstopfen, im schlimmsten Fall im Hirn oder der Lunge.
Gebildet werden sie im Knochenmark von Vorläuferzellen, von denen sie sich abschnüren und in den Blutkreislauf wandern. Da sie keinen Zellkern und somit kein Erbgut besitzen (außer in den Zellkraftwerken, den Mitochondrien) sprach man ihnen bislang die Fähigkeit ab, sich selbst zu vermehren. Doch ein Team aus deutschen, kanadischen und US-ForscherInnen beobachtete nun das Gegenteil.
Die WissenschaftlerInnen entdeckten bei etwa jedem zwanzigsten Blutplättchen in der Kulturflasche Fäden, an denen, wie Perlen an einer Schnur, neue Zellen entstanden. Sie waren funktionsfähig und biochemisch nicht von ihren Eltern zu unterscheiden. Die ForscherInnen fanden dieses Phänomen auch in einer Vollblutkonserve und in Proben, die länger gelagert und für eine Transfusion bestimmt waren. Sie untersuchen nun, ob sich die Blutplättchen sich auch in unserem Körper selbst vermehren können.
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